Weinwissen – kompakt erklärt
Wein muss nicht kompliziert sein. Hier sind die häufigsten Fragen, die uns in der Vinothek gestellt werden – mit ehrlichen, einfachen Antworten.
Geschmacksrichtungen: Was heißt was?
Die Begriffe sind in Deutschland gesetzlich definiert. Der Restzuckergehalt entscheidet:
Häufige Fragen
▸ Auslese, Spätlese, Kabinett – worum geht's?
Die Prädikate sagen etwas über den Reifegrad der Trauben bei der Lese, nicht direkt über die Süße:
- Kabinett – früheste Lese, leicht und elegant
- Spätlese – später gelesen, mehr Konzentration
- Auslese – einzelne hochreife Trauben werden ausgelesen
- Beerenauslese / TBA – edelfaule Beeren mit konzentrierter Süße
- Eiswein – gefrorene Beeren, sehr konzentriert und süß
Wichtig: Auch eine Spätlese kann trocken sein. Bei uns zeigen wir die Geschmacksrichtung deshalb immer transparent auf jedem Etikett.
▸ Warum trinkt man Frankenwein aus dem Bocksbeutel?
Der charakteristische bauchige Bocksbeutel ist seit Jahrhunderten das Markenzeichen Frankens. Ursprünglich praktisch (rollte nicht vom Tisch), heute kulturelles Erbe. Nur Weine aus geschützten fränkischen Lagen dürfen den Bocksbeutel verwenden.
▸ Was bedeutet „CLEES“ auf einigen unserer Etiketten?
CLEES ist unsere Spitzen-Linie. Dazu gehören:
- Lagenweine aus Ramsthaler St. Klausen und Hammelburger Trautlestal
- Großes Gewächs Silvaner aus dem Pfarrwengert
- Auslesen, Eisweine und Edelsüße Spezialitäten
- Lagensekte nach Champagnermethode mit 18+ Monaten Flaschenreife
▸ Was unterscheidet Sekt von Secco?
Sekt entsteht durch eine zweite Gärung (Flasche oder Tank), Secco ist ein Perlwein mit zugesetzter Kohlensäure. Beides ist prickelnd, aber Sekt ist aufwändiger, hat feinere Perlage und mehr Komplexität. Secco ist der unkomplizierte Apéritif.
▸ Wie lange ist Wein haltbar?
Junge, frische Weiß- und Roséweine: 2–4 Jahre. Trockene Lagenweine: 5–10 Jahre. Lagensekt und Auslese: oft 15+ Jahre.
Lagerung: kühl (10–14 °C), dunkel, liegend, ohne Erschütterungen.